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Was dürfen Ratten essen?

Was geeignet ist, was nur wenig und was giftig ist – jede Antwort mit Quelle. Die Grundlage bleibt ein Trockenfutter eigens für Ratten, dazu jeden Tag etwas Frisches.

Giftig

Giftig für Ratten. Ratten können nicht erbrechen – laut RSPCA kann deshalb schon eine kleine Menge eines schädlichen Stoffs tödlich sein. Hast du Sorge, dass deine Ratte mit etwas Schädlichem in Berührung gekommen ist, wende dich laut RSPCA sofort an deinen Tierarzt.

Besser nicht

Die Quellen raten ab oder widersprechen sich – wir entscheiden vorsichtig.

Nur wenig

Nur ab und zu und in kleinen Mengen. Obst gibt es laut PDSA nur in sehr kleinen Mengen als Leckerli, weil es viel Zucker enthält.

Ja, in kleinen Mengen

Geeignet, in kleinen Mengen: Frisches gibt es laut PDSA jeden Tag in kleinen Mengen – laut RSPCA als Teil der Tagesration, nicht zusätzlich.

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Häufige Fragen

Was ist für Ratten giftig?

Avocado: Das Merck Veterinary Manual nennt Ratten ausdrücklich bei den Tieren, die davon krank werden können, und der Schweizer Tierschutz STS führt sie unter „Achtung giftig oder gefährlich“. Zwiebeln und Knoblauch, Rhabarber und Schokolade nennt keine unserer Ratten-Quellen eindeutig giftig: Die RSPCA zählt Zwiebeln, Rhabarber und Schokolade zu den schädlichen Lebensmitteln, RSPCA Australia auch Knoblauch, der Schweizer Tierschutz führt Zwiebeln und Knoblauch unter „giftig oder gefährlich“, und bei Schokolade schreibt das Merck Veterinary Manual, dass kleine Mengen keine Vergiftung auslösen. Deshalb stehen sie bei „Besser nicht“ – wie Weintrauben, Rosinen, Zitrusfrüchte und Walnüsse, die die RSPCA ebenfalls schädlich nennt. Ratten können nicht erbrechen – laut RSPCA kann deshalb schon eine kleine Menge eines schädlichen Stoffs tödlich sein. Hast du Sorge, dass deine Ratte mit etwas Schädlichem in Berührung gekommen ist, wende dich laut RSPCA sofort an deinen Tierarzt.

Was ist das richtige Grundfutter für Ratten?

Ein Trockenfutter eigens für Ratten: Pellets für Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster liefern laut RSPCA nicht die Nährstoffe, die Ratten brauchen. Welche Art, darüber sind sich die Quellen nicht einig. RSPCA, PDSA, RSPCA Australia, Merck, die Tierklinik der Universität Liverpool und Tufts raten zu Pellets oder Nuggets für Ratten. Samenmischungen sind laut RSPCA Australia keine gute Wahl, laut Tufts reich an Kohlenhydraten und Fett und nicht gesund, und laut Merck picken Ratten sich daraus oft die Samen heraus und lassen die Pellets liegen. Der Schweizer Tierschutz STS, das BLV und der Zürcher Tierschutz nennen dagegen eine Körner- bzw. Trockenfuttermischung als Grundfutter, Woodgreen eine hochwertige, vollständige Trockenmischung, und handelsübliches Rattenfutter besteht laut TVT-Merkblatt meist aus Getreidemischungen. Stell das Futter laut Merck langsam um.

Wie viel Futter braucht eine Ratte am Tag?

Die Quellen nennen verschiedene Mengen: Woodgreen etwa 15 g Trockenfutter pro Ratte und Tag (etwa zwei Esslöffel), der Schweizer Tierschutz STS etwa 22 g Körnerfutter, der Zürcher Tierschutz etwa einen Esslöffel für eine ausgewachsene Ratte. Ratten nehmen laut PDSA leicht zu, und Übergewicht ist laut Merck häufig – halte dich an die Angabe auf der Packung und wiege das Futter jeden Tag ab (PDSA). Die RSPCA rät, zweimal am Tag zu füttern, morgens und abends, und die Menge so anzupassen, dass alles gefressen wird und deine Ratten ein gesundes Gewicht halten. Das sind Startwerte – ob die Menge passt, zeigt das Gewicht deiner Ratte.

Wie oft bekommen Ratten Frischfutter?

Jeden Tag in kleinen Mengen (PDSA, Zürcher Tierschutz) – laut RSPCA als Teil der Tagesration, nicht zusätzlich. Was nicht gefressen wurde, nimmst du laut Schweizer Tierschutz STS jeden Tag wieder heraus. Obst gibt es laut PDSA nur in sehr kleinen Mengen, weil es viel Zucker enthält.

Wie viele Leckerli sind in Ordnung?

Leckerli machen laut RSPCA Australia höchstens 10 % der Kalorien aus, die deine Ratten brauchen; Woodgreen nennt Leckerli ein paar Mal pro Woche. Fettes meidest du laut Merck, weil ältere Ratten leicht zu dick werden, und Fett- oder Zuckerreiches gibt es laut RSPCA nur ab und zu als Leckerli oder als Belohnung beim Training. Bei einem guten Fertigfutter brauchen Ratten laut Zürcher Tierschutz kein zusätzliches tierisches Eiweiß – dann gibt es Tierisches höchstens ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Mengen.

Wasser: Flasche oder Napf?

Frisches Wasser muss immer bereitstehen – wie, sehen die Quellen verschieden. Die RSPCA rät zu Trinkflaschen statt Schalen, damit das Wasser sauber bleibt, und zum Auffüllen zweimal am Tag; aus einer Schale verschütten Ratten laut Merck das Wasser oder schieben Einstreu hinein. Der Zürcher Tierschutz rät dagegen eher zu einem Napf als zur Trinkflasche, der Schweizer Tierschutz STS nennt beides, offene Tonschalen oder Trinkflaschen. Das Wasser wird jeden Tag gewechselt (STS, TVT-Merkblatt).

Was ist sonst noch gefährlich?

RSPCA Australia nennt Kaffee, Tee und Alkohol möglicherweise schädlich, dazu klebrige Lebensmittel, an denen Ratten ersticken können; laut University of Minnesota sollen Ratten nie Alkohol bekommen. Der Schweizer Tierschutz STS führt unter „Achtung giftig oder gefährlich“ außerdem Bärlauch, Erdnussbutter (Erstickungsgefahr), kohlensäurehaltige Getränke (Ratten können nicht rülpsen), altes Futter, grüne Bananen sowie rohe Kartoffeln, rohen Kohl, rohe Artischocken und rohe Bohnen. Ratten können nicht erbrechen – laut RSPCA kann deshalb schon eine kleine Menge eines schädlichen Stoffs tödlich sein. Hast du Sorge, dass deine Ratte mit etwas Schädlichem in Berührung gekommen ist, wende dich laut RSPCA sofort an deinen Tierarzt.

Was tun, wenn ich eine Vergiftung vermute?

Sorg laut RSPCA dafür, dass deine Ratten nichts Giftiges erreichen oder fressen können – keine giftigen Lebensmittel, Pflanzen oder Chemikalien. Ratten können nicht erbrechen – laut RSPCA kann deshalb schon eine kleine Menge eines schädlichen Stoffs tödlich sein. Hast du Sorge, dass deine Ratte mit etwas Schädlichem in Berührung gekommen ist, wende dich laut RSPCA sofort an deinen Tierarzt.

Meine Ratten fressen ihren Kot – ist das normal?

Ja. Ratten müssen laut RSPCA frischen Kot fressen – das ist natürliches Verhalten und hilft ihnen, alle Nähr- und Mineralstoffe aufzunehmen. Auch das Merck Veterinary Manual nennt es normales Verhalten.

Was, wenn sich die Quellen widersprechen?

Dann bewerten wir vorsichtig und sagen es dazu. Obst zählen der Schweizer Tierschutz STS und die Tierklinik der Universität Liverpool zum täglichen Futter, PDSA, RSPCA Australia, Merck und Zürcher Tierschutz raten zu wenig – bei uns steht alles Obst bei „Nur wenig“. Weintrauben nennt die RSPCA schädlich, Woodgreen nennt sie als Leckerli, beim Zürcher Tierschutz gibt es sie gelegentlich; Walnüsse nennt die RSPCA schädlich, der Zürcher Tierschutz Baumnüsse gut geeignet. Brot nennen Woodgreen, University of Minnesota und STS, beim Zürcher Tierschutz gibt es nie Brot. Brokkoli und Blumenkohl nennen PDSA, RSPCA Australia und University of Minnesota, der Zürcher Tierschutz hält alle Kohlsorten für ungeeignet. Käse und Joghurt erlauben TVT-Merkblatt, STS, Royal Veterinary College, University of Minnesota und Zürcher Tierschutz in kleinen Mengen, die RSPCA will Milchprodukte nur als Leckerli, RSPCA Australia rät davon ab. Bei Schokolade schreibt Merck, dass kleine Mengen keine Vergiftung auslösen, RSPCA, RSPCA Australia und University of Minnesota raten ab. All das steht bei „Besser nicht“. Auch beim Grundfutter (Pellets oder Körnermischung) und beim Wasser (Flasche oder Napf) sind sich die Quellen nicht einig.

Quellen

Stand: November 2026