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Was dürfen Chinchillas essen?

Was geeignet ist, was nur wenig und was giftig ist – jede Antwort mit Quelle. Die Grundlage bleibt Heu, und das immer.

Giftig

Giftig für Chinchillas. Vermutest du, dass dein Chinchilla Schmerzen hat, krank oder verletzt ist, geh laut RSPCA sofort zum Tierarzt. Frisst es länger als 12 Stunden nicht, ist das laut NC State immer ein Notfall.

Besser nicht

Die Quellen raten ab oder widersprechen sich – wir entscheiden vorsichtig. Obst und frisches Gemüse vertragen Chinchillas laut TVT-Merkblatt nicht.

Nur wenig

Nur ab und zu und in kleinen Mengen. Leckerli sollen laut PDSA die Ausnahme bleiben und am besten getrocknet sein.

Ja

Geeignet: Heu muss laut TVT-Merkblatt immer zur freien Verfügung stehen, dazu getrocknete Kräuter und Zweige zum Nagen. Frische Kräuter gibt es laut Schweizer Tierschutz nur in sehr kleinen Mengen, im Zweifel gar nicht.

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Häufige Fragen

Was ist für Chinchillas giftig?

Kirsch-, Pflaumen-, Zedern- und Redwoodholz (Purdue) sowie Thuja und Eibe (Schweizer Tierschutz). Merck nennt auch Oleander, Zitrusholz und frische Kiefer unsicher, das TVT-Merkblatt schließt Nadel- und Steinobstholz ganz aus. Schokolade nennt keine unserer Chinchilla-Quellen giftig, die University of Minnesota rät aber davon ab – deshalb steht sie bei „Besser nicht“. Vermutest du, dass dein Chinchilla Schmerzen hat, krank oder verletzt ist, geh laut RSPCA sofort zum Tierarzt. Frisst es länger als 12 Stunden nicht, ist das laut NC State immer ein Notfall.

Was fressen Chinchillas hauptsächlich?

Heu, und zwar immer: Laut TVT-Merkblatt muss es stets zur freien Verfügung stehen, trocken und nicht muffig. Die PDSA empfiehlt entstaubtes Timothy- oder Wiesenheu, jeden Morgen frisch. Dazu kommen laut TVT getrocknete Kräuter und wenige Chinchilla-Pellets.

Wie viele Pellets braucht ein Chinchilla am Tag?

Wenige, aber die Quellen nennen verschiedene Mengen: RSPCA, PDSA, Merck, NC State und Purdue 1 bis 2 Esslöffel am Tag, Blue Cross etwa einen, das TVT-Merkblatt etwa 2 Teelöffel, der Schweizer Tierschutz 10 bis 15 g und das Royal Veterinary College höchstens einen Teelöffel; Woodgreen nennt etwa 4 Esslöffel (30 g). Gib nicht zu viele, sonst zieht dein Chinchilla sie laut PDSA dem Heu vor. Mischfutter im Müsli-Stil raten PDSA, Royal Veterinary College und Woodgreen ab. Das sind Startwerte – ob die Menge passt, zeigt das Gewicht deines Chinchillas.

Dürfen Chinchillas Obst und Gemüse bekommen?

Darüber sind sich die Quellen nicht einig. Laut TVT-Merkblatt vertragen Chinchillas kein Obst und kein frisches Gemüse, und auf frisches Grünfutter reagieren sie oft mit teils tödlichem Durchfall. Woodgreen rät von beidem ab, das Royal Veterinary College von Obst, und bei Äpfeln und Karotten sagt die PDSA Nein. Merck und NC State erlauben dagegen täglich etwas Blattgrün und Gemüse – für NC State ist Grünes ein sehr wichtiger Teil des Futters – und Obst in kleinen Mengen. Wir entscheiden vorsichtig, deshalb steht fast alles Frische bei „Besser nicht“. Stell das Futter immer nur langsam um (RSPCA, TVT, Merck).

Welche Leckerli sind in Ordnung?

Leckerli gehören laut PDSA nicht zwingend zum Futter, und Leckerli aus dem Handel hält Blue Cross für unnötig. Sie sollen laut PDSA die Ausnahme bleiben und am besten getrocknet sein. Das TVT-Merkblatt nennt getrocknete Hagebutten und getrocknetes Gemüse als gelegentliche Leckerei. Von zuckerreichen Leckerli aus dem Handel raten NC State, Blue Cross und PDSA ab. Laut Purdue machen Leckerli höchstens 10 % des täglichen Futters aus.

Was gilt für Wasser?

Frisches Wasser muss immer bereitstehen (TVT, Schweizer Tierschutz, PDSA, NC State). Ob Flasche oder Napf, darüber sind sich die Quellen nicht einig: PDSA, RSPCA und Merck raten zur Trinkflasche, die laut Merck sauberer bleibt als ein Napf, und das TVT-Merkblatt nennt als Beispiel eine Nippeltränke. Der Schweizer Tierschutz rät dagegen zu einer Tonschale, NC State und das Royal Veterinary College lassen beides zu, und Blue Cross nennt Flasche und Napf. Nicht jedes Chinchilla kann laut Merck aus einer Flasche trinken – prüf also, dass deins es tut. Die RSPCA rät, die Flasche zweimal am Tag zu prüfen, und laut Blue Cross und NC State wechselst du das Wasser täglich.

Welche Zweige und Hölzer sind geeignet?

Zum Nagen eignen sich unbehandelte Apfel- und Birnenzweige (PDSA); Merck nennt außerdem Birke, Esche, Ulme, Ahorn und Hasel, das TVT-Merkblatt Weide und Hasel. Der Schweizer Tierschutz will alle Zweige nur getrocknet füttern, und Holz, das mit Chemikalien oder Spritzmitteln behandelt wurde, ist laut Merck tabu. Kirsch-, Pflaumen-, Zedern- und Redwoodholz sind laut Purdue giftig, Thuja und Eibe laut Schweizer Tierschutz.

Woran merke ich, dass etwas nicht stimmt?

Ändert sich, wie viel dein Chinchilla frisst oder trinkt, oder setzt es weniger oder kleineren Kot ab, sprich laut RSPCA gleich mit deinem Tierarzt. Bei Krankheitszeichen rät Merck, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Vermutest du, dass dein Chinchilla Schmerzen hat, krank oder verletzt ist, geh laut RSPCA sofort zum Tierarzt. Frisst es länger als 12 Stunden nicht, ist das laut NC State immer ein Notfall.

Was, wenn mein Chinchilla zu dick ist?

Entzieh deinem Chinchilla laut Schweizer Tierschutz auf keinen Fall das Futter. Bei einem dicken Chinchilla muss die Fettzufuhr sinken – das sollst du laut Schweizer Tierschutz aber erst mit deinem Tierarzt besprechen. Mit dem richtigen Futter halten Chinchillas laut RSPCA meist von selbst ihr Gewicht, und das Royal Veterinary College rät, sie zu Hause einmal pro Woche zu wiegen.

Was, wenn sich die Quellen widersprechen?

Dann bewerten wir vorsichtig und sagen es dazu. Bei Chinchillas kommt das oft vor: Obst schließen TVT-Merkblatt, Woodgreen und Royal Veterinary College aus, frisches Gemüse TVT-Merkblatt und Woodgreen, und bei Äpfeln und Karotten sagt die PDSA Nein; Merck, NC State und die University of Minnesota erlauben kleine Mengen – bei uns steht beides bei „Besser nicht“. Ebenso Rosinen (PDSA höchstens zwei pro Woche, Merck rät von Trockenobst ab), Haferflocken (bei der PDSA ein Leckerli, Merck rät von Getreide ab), Nüsse (für Purdue ein ausgezeichnetes Leckerli, die meisten anderen Quellen raten ab), Luzerne-Heu (laut PDSA nur für Jungtiere, Trächtige und Säugende, im Woodgreen-Ratgeber bei den Heusorten für rund 80 % des Futters) und getrockneter Löwenzahn (PDSA, Schweizer Tierschutz und Woodgreen dafür, Merck dagegen). Auch bei der Menge der Pellets sind sich die Quellen nicht einig.

Quellen

Stand: November 2026