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Was dürfen Degus essen?

Was geeignet ist, was nur wenig und was besser nicht – jede Antwort mit Quelle. Die Grundlage bleibt Heu, und das immer.

Besser nicht

Die Quellen raten ab oder widersprechen sich – wir entscheiden vorsichtig. Obst dürfen Degus laut TVT-Merkblatt grundsätzlich nicht bekommen.

Nur wenig

Nur ab und zu und in kleinen Mengen. Frisches Grün und Gemüse gibt es laut PDSA nur 1–2 Mal pro Woche als kleine Portion, laut Schweizer Tierschutz 2 bis 3 Mal pro Woche in kleinen Stückchen.

Ja

Geeignet: Heu muss laut Schweizer Tierschutz stets frisch und zur freien Verfügung stehen, dazu frische Äste und Zweige zum Nagen. Frische Wildkräuter wie Wegerich, Gänseblümchen und Klee dürfen Degus laut Zürcher Tierschutz täglich bekommen – laut PDSA und Schweizer Tierschutz gibt es frisches Grün allgemein seltener.

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Häufige Fragen

Was ist für Degus giftig?

Ein Lebensmittel, das für Degus giftig ist, nennt keine unserer Degu-Quellen ausdrücklich – deshalb gibt es hier keine „Giftig“-Seite. Das TVT-Merkblatt warnt aber, dass Fütterungsfehler schnell zum Tod führen können und reine Getreidemischungen lebensgefährliche Verdauungsstörungen verursachen können. Zuckerhaltige Futterprodukte wie viele Nagerdrops und Knabberstangen sind laut Schweizer Tierschutz ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko, und verschluckte Pappe kann laut Woodgreen den Verdauungstrakt verstopfen. Getreide, Knabberstangen und Pappe stehen deshalb bei „Besser nicht“. Holz, das giftig sein kann, etwa Zeder, meidest du laut RSPCA. Vor dem Freilauf im Zimmer müssen laut Schweizer Tierschutz giftige Zimmerpflanzen weggestellt werden, und Salz- und Mineralsteine haben laut TVT-Merkblatt im Degukäfig nichts zu suchen. Ist dein Degu sichtbar krank oder frisst er nicht, gehört er laut Schweizer Tierschutz auf jeden Fall unverzüglich in eine Tierarztpraxis. Bemerkst du etwas Ungewöhnliches, wende dich laut PDSA so schnell wie möglich an deinen Tierarzt.

Was ist das Grundfutter für Degus?

Heu – immer im Gehege, frisch und in guter Qualität. Das sagen alle Degu-Quellen: Schweizer Tierschutz, TVT-Merkblatt, Zürcher Tierschutz (hochwertiges Kräuterheu), RSPCA, PDSA, Blue Cross und Woodgreen. Nur Trockenes reicht laut TVT-Merkblatt aber nicht für einen gesunden Zahnabrieb – im Sommer gehören täglich frisches Grün, Kräuter, Blüten und Gräser dazu.

Brauchen Degus Pellets oder eine Körnermischung?

Hier widersprechen sich die Quellen. PDSA, Blue Cross und Woodgreen nennen Degu-Pellets (Nuggets) jeden Tag – laut PDSA 1–2 Esslöffel, laut Blue Cross 1 Esslöffel, laut Woodgreen 1–2 Esslöffel für ein bis zwei Degus –, und auch die RSPCA nennt eine kleine, abgemessene Portion Pellets jeden Tag. Gibt es keine Degu-Pellets, gehen laut RSPCA und PDSA auch Pellets für Meerschweinchen oder Chinchillas ohne Melasse. Das TVT-Merkblatt hält Pellets dagegen für ungeeignet und nennt täglich Samen und Sämereien, 1 Teelöffel pro Tier und Tag; reine Getreidemischungen können laut TVT-Merkblatt lebensgefährliche Verdauungsstörungen verursachen. Der Schweizer Tierschutz nennt zusätzlich zum Heu höchstens 1 Esslöffel Körnerfutter pro Tier und Tag – ohne getrocknete Früchte, Melasse, Nüsse und Sonnenblumenkerne –, und der Zürcher Tierschutz zählt Pellets zu dem, was Degus nie bekommen sollen. TVT-Merkblatt und Zürcher Tierschutz meinen damit Pellets allgemein, auch Degu-Pellets – deshalb steht Chinchilla- und Meerschweinchenfutter bei uns trotz RSPCA und PDSA bei „Besser nicht“. Heu bleibt laut allen Quellen das Wichtigste. Futter für Kaninchen, Hamster oder Rennmäuse ist laut PDSA und RSPCA ungeeignet. Jede Menge ist ein Startwert.

Wie oft bekommen Degus Frischfutter?

Auch hier gehen die Quellen auseinander. Die PDSA nennt eine kleine Portion Blattgrün und Gemüse 1–2 Mal pro Woche, nicht öfter; der Schweizer Tierschutz 2 bis 3 Mal pro Woche in kleinen Stückchen; die RSPCA eine kleine, abgemessene Portion Blattgemüse jeden Tag. Laut TVT-Merkblatt und Zürcher Tierschutz gehören frische Gräser und Wildkräuter täglich dazu, im Winter laut TVT vor allem gewaschene Blattsalate. Gemüse wäschst du laut PDSA vorher und wechselst ab. Neues Futter gewöhnst du langsam ein (PDSA, RSPCA) – laut TVT-Merkblatt müssen Futterumstellungen stets langsam erfolgen, damit sich die Darmflora anpassen kann.

Welche Leckerli eignen sich für Degus?

Nüsse, Kolbenhirse, Sonnenblumenkerne oder getrocknete Erbsen eignen sich laut Schweizer Tierschutz gut als Leckerli – aber nur gelegentlich und in kleinen Mengen. Fetthaltige Kerne gibst du laut TVT-Merkblatt einzeln aus der Hand; so fasst dein Degu Vertrauen. Als gesunde Leckerli nennt Woodgreen Zweige von Apfelbaum, Birne oder Weide, Rosenholz und getrocknete Kräuter, Blue Cross am liebsten Leckerli auf Heu-Basis. Nagerdrops, Knabberstangen und andere zuckerhaltige Produkte gehören laut Schweizer Tierschutz nicht auf den Speiseplan. Versteckst oder verstreust du Futter, sind Degus mit Suchen beschäftigt (Schweizer Tierschutz, PDSA, Blue Cross).

Dürfen Degus Obst oder Süßes bekommen?

Besser nicht. Obst dürfen Degus laut TVT-Merkblatt grundsätzlich nicht bekommen. Laut Schweizer Tierschutz enthalten Früchte viel Zucker und sollen nicht verfüttert werden; der Zürcher Tierschutz zählt Früchte und zuckerhaltige Snacks zu dem, was Degus nie bekommen sollen. Viele Obstsorten können laut RSPCA viel Zucker enthalten – gib sie deinen Degus nicht. Die PDSA rät, Zuckerreiches zu meiden, hält aber ein Stückchen Apfel ab und zu für in Ordnung. Laut Woodgreen gibt man zuckrige Leckerli schnell zu viel, und das führt zu Gesundheitsproblemen. Auch manche Gemüse wie Karotten, Süßkartoffeln, Rote Bete und Pastinaken können laut RSPCA viel Zucker enthalten – sie gibt es nur in sehr kleinen Stücken als gelegentliches Leckerli.

Wie bekommen Degus ihr Wasser?

Degus brauchen immer Zugang zu frischem Wasser – laut Schweizer Tierschutz auch dann, wenn es frisches Grünfutter gibt; der Zürcher Tierschutz nennt Wasser bei dem, was immer da sein muss. Der Schweizer Tierschutz empfiehlt eine Nippeltränke außerhalb des Geheges, die RSPCA eine Trinkflasche, die du jeden Tag auf Lecks und Verstopfungen prüfst. Laut PDSA füllst du das Wasser täglich frisch auf.

Was tun, wenn mein Degu etwas Falsches gefressen hat?

Ist dein Degu sichtbar krank oder frisst er nicht, gehört er laut Schweizer Tierschutz auf jeden Fall unverzüglich in eine Tierarztpraxis. Bemerkst du etwas Ungewöhnliches, wende dich laut PDSA so schnell wie möglich an deinen Tierarzt. Auffällige Tiere sollten laut TVT-Merkblatt unverzüglich einem nagetiererfahrenen Tierarzt vorgestellt werden. Achte laut PDSA darauf, wie dein Degu frisst und trinkt, und wende dich an deinen Tierarzt, wenn sich etwas ändert.

Was, wenn sich die Quellen widersprechen?

Dann bewerten wir vorsichtig und sagen es dazu. Frisches Gras, Löwenzahn und Möhrengrün gibt es laut Zürcher Tierschutz täglich oder mehrmals pro Woche, Blattsalate und Chicorée laut TVT-Merkblatt im Winter vor allem; die PDSA nennt Gras, Löwenzahn, Möhrengrün und Salat nur in sehr kleinen Mengen, weil sie Blähungen machen können, und Chicorée gibt es laut Zürcher Tierschutz nur gelegentlich – bei uns stehen sie alle bei „Nur wenig“. Kohl, Brokkoli und manche Zwiebelgewächse nennt die PDSA für 1–2 Mal pro Woche, teils nur in sehr kleinen Mengen; der Zürcher Tierschutz zählt Kohl und Zwiebelgewächse zu dem, was Degus nie bekommen sollen. Ein Stückchen Apfel ab und zu, Hagebutten und Zuckermais nennt die PDSA, Obst schließen aber TVT-Merkblatt, Schweizer Tierschutz und Zürcher Tierschutz aus, Getreide der Zürcher Tierschutz. Pellets für Meerschweinchen oder Chinchillas ohne Melasse nennen RSPCA und PDSA als Ersatz für Degu-Pellets; das TVT-Merkblatt hält Pellets für ungeeignet, der Zürcher Tierschutz zählt sie zu dem, was Degus nie bekommen sollen. Viele Leckerli für Chinchillas, am besten auf Heu-Basis, hält Blue Cross auch für Degus geeignet, die anderen Quellen raten von Knabberstangen ab. Kohl, Brokkoli, Zwiebeln, Apfel, Hagebutten, Mais, Chinchillafutter und Knabberstangen stehen deshalb bei „Besser nicht“.

Quellen

Stand: November 2026