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Was dürfen Nymphensittiche essen?

Was geeignet ist, was nur wenig und was giftig ist – jede Antwort mit Quelle. Die Grundlage bleibt ein Körner- oder Pelletfutter, dazu jeden Tag etwas Frisches.

Giftig

Giftig für Nymphensittiche. Hat dein Nymphensittich davon gefressen oder wirkt er krank, hol laut AAV sofort Hilfe bei einem vogelkundigen Tierarzt – schon beim Verdacht.

Besser nicht

Die Quellen raten ab oder widersprechen sich – wir entscheiden vorsichtig.

Nur wenig

Nur in kleinen Mengen. Bei Körnern und Obst sind sich die Quellen nicht einig – wir entscheiden vorsichtig. Vögel sind viel kleiner als wir, darum sollen laut AAV auch ihre Leckerli sehr klein sein.

Ja, in kleinen Mengen

Geeignet als Frischfutter: Der Schweizer Tierschutz empfiehlt jeden Tag Frischfutter, und der Speiseplan soll immer ein wenig wechseln. Die Grundlage bleibt ein Körner- oder Pelletfutter.

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Häufige Fragen

Was ist für Nymphensittiche giftig?

Giftig sind bei uns sechs Seiten: Avocado, Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Kaffee, Tee und Koffein sowie Alkohol. An Schokolade, Avocado, Salz und Alkohol dürfen Nymphensittiche laut Nymphensittich-Merkblatt der AAV nicht herankommen. Schokolade und Koffein sind laut AAV für Vögel giftig, Zwiebelgewächse wie Zwiebeln und Knoblauch für viele Tierarten. Salziges steht bei „Besser nicht“, laut AAV kann es aber zu einer Salzvergiftung kommen. Auch Obstkerne stehen hier bei „Besser nicht“: Sie enthalten laut AAV kleine Mengen Cyanid, ein einzelner Apfelkern schadet laut AAV aber nicht – absichtlich geben solltest du sie nicht. In einem Blogbeitrag rät die AAV strenger, Kerne und Steine nie an Heimvögel zu verfüttern. Pflanzen mit Giftwirkung wie Weihnachtsstern oder Philodendron gehören laut TVT-Merkblatt nicht in die Reichweite der Vögel. Überhitzte Teflonpfannen geben laut TVT giftige Dämpfe ab; hat dein Vogel solche Dämpfe eingeatmet, bring ihn laut Merck sofort an die frische Luft und gleich zum Tierarzt. Hat dein Nymphensittich davon gefressen oder wirkt er krank, hol laut AAV sofort Hilfe bei einem vogelkundigen Tierarzt – schon beim Verdacht.

Was ist das Grundfutter für Nymphensittiche?

Für das TVT-Merkblatt und den Schweizer Tierschutz ist eine Körnermischung für Nymphensittiche das Grundfutter. Die AAV setzt Pellets (Fertigfutter) an die erste Stelle, danach eine gute Körnermischung, dazu Gemüse und Obst. Das Merck Veterinary Manual nennt für kleine Vögel wie Nymphensittiche 40–50 % Pellets und 30–40 % Körner. Die RSPCA schreibt, kleine Papageien wie Nymphensittiche brauchen täglich etwas Körner, aber höchstens ein Zehntel des Futters. Laut RSPCA Australia kommen manche Nymphensittiche dagegen mit zu viel Pellets schlecht zurecht. Die Quellen sind sich hier nicht einig – bist du unsicher, rät die RSPCA, mit dem Tierarzt zu sprechen.

Wie oft bekommt ein Nymphensittich Frischfutter?

Jeden Tag. Laut TVT-Merkblatt sind Obst und Gemüse täglich zu füttern, und der Schweizer Tierschutz empfiehlt täglich Frischfutter, etwa Grünfutter, Gemüse und kleine Stückchen Obst. Gemüse gibt es dabei mehr als Obst: Das Merck Veterinary Manual nennt für kleine Vögel wie Nymphensittiche 10–15 % Gemüse und 5–10 % Obst. Der Speiseplan soll laut Schweizer Tierschutz immer ein wenig wechseln.

Welche Leckerli eignen sich?

Kolbenhirse schlägt der Schweizer Tierschutz als besonderen Leckerbissen einmal pro Woche vor. Eiweißfutter wie Keimfutter, Insekten oder gekochtes Ei nennt er in der Regel einmal pro Woche in kleinen Mengen; laut TVT-Merkblatt kann tierisches Eiweiß dagegen nur während der Mauser und der Aufzucht zugefüttert werden, und nur in geringem Umfang. Samen und Nüsse sind laut NC State gute Leckerli, aber sparsam; RSPCA Australia sieht Obst und Körner als Leckerli.

Wie bekommt mein Nymphensittich Wasser?

Trinkwasser muss laut TVT-Merkblatt ständig zur Verfügung stehen, und die Trinkgefäße reinigst du täglich gründlich. Laut Schweizer Tierschutz brauchen Nymphensittiche Wasser zur freien Verfügung, das täglich frisch angeboten wird. Die AAV rät zu sauberem, frischem Wasser, das du oft wechselst, NC State zu frischem Wasser zu jeder Zeit.

Wie stelle ich auf Pellets um?

Langsam und mit Waage – und nur bei einem gesunden Vogel. Laut Merck Veterinary Manual soll nur ein Vogel umgestellt werden, der nicht untergewichtig und nicht krank ist; ist er wegen einer Krankheit in tierärztlicher Behandlung, fang gar nicht erst damit an. Bevor du etwas änderst, sprich laut RSPCA mit einem vogelkundigen Tierarzt, um sicherzugehen, dass dein Vogel gesund ist. Laut AAV soll ein Nymphensittich, der vor der Umstellung 100 g wiegt, dabei nicht mehr als 5–10 g verlieren; nimmt er stärker ab, wende dich an einen vogelkundigen Tierarzt. Merck rät außerdem, das Gewicht während der ganzen Umstellung zu kontrollieren, und NC State, neues Futter nach und nach in kleinen Mengen einzuführen.

Was tun bei Vergiftungsverdacht?

Sichtbar kranke Vögel, die nicht fressen, müssen laut Schweizer Tierschutz auf jeden Fall unverzüglich in eine Tierarztpraxis. Hat dein Nymphensittich etwas Giftiges gefressen oder wirkt er krank, hol laut AAV sofort Hilfe bei einem vogelkundigen Tierarzt – schon beim Verdacht.

Brauchen Nymphensittiche Grit und Sepiaschale?

Beim Grit sind sich die Quellen nicht einig. Laut TVT-Merkblatt muss Magengrit ständig zur Verfügung stehen, laut Schweizer Tierschutz muss er in einer flachen Schale angeboten werden. Das Merck Veterinary Manual schreibt dagegen, dass Papageien, die Körner vor dem Fressen schälen, keinen Grit brauchen. Laut Purdue halten die meisten Vogeltierärzte Grit für unnötig, eine Prise im Monat schade aber nicht; unbegrenzt soll es ihn nicht geben. Sepiaschalen am Gitter dienen Nymphensittichen laut Schweizer Tierschutz als Kalklieferant und Wetzstein, und auch Purdue nennt Sepiaschalen für kleinere Vögel. Vogelsand zur freien Aufnahme ist laut Schweizer Tierschutz in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben.

Was, wenn sich die Quellen widersprechen?

Dann bewerten wir vorsichtig und sagen es dazu. Obst zählt das TVT-Merkblatt zum täglichen Futter, der Schweizer Tierschutz nennt es in kleinen Stückchen, das Merck Veterinary Manual sieht 5–10 % vor, und RSPCA Australia nennt Obst ein Leckerli – bei uns steht alles Obst bei „Nur wenig“. Körner sind für TVT-Merkblatt und Schweizer Tierschutz das Grundfutter, Merck nennt 30–40 %, und laut RSPCA brauchen Nymphensittiche täglich etwas Körner, aber höchstens ein Zehntel des Futters – deshalb stehen Hirse, Sonnenblumenkerne, Hafer und Weizen bei „Nur wenig“. Samenstände von Grashalmen nennt der Schweizer Tierschutz dagegen beim Frischfutter, deshalb steht frisches Gras bei „Ja“. Kolbenhirse zählt das TVT-Merkblatt zum Grundfutter, der Schweizer Tierschutz schlägt sie einmal pro Woche als Leckerbissen vor. Eiweißfutter wie Keimfutter, Insekten oder gekochtes Ei brauchen Nymphensittiche laut Schweizer Tierschutz in der Regel einmal pro Woche, tierisches Eiweiß kann laut TVT-Merkblatt nur in Mauser und Aufzucht zugefüttert werden, und Fleisch und Milchprodukte zusammen sollen laut Purdue etwa 5 % ausmachen – Fleisch, Insekten und Ei stehen bei uns bei „Nur wenig“. Erdnussbutter nennen RSPCA und Purdue, Käse und Joghurt Purdue, Honig die RSPCA als Trick bei der Futterumstellung, andere Quellen raten ab – alle vier stehen bei „Besser nicht“. Auch beim Grundfutter (Körner oder Pellets) und beim Grit sind sich die Quellen nicht einig.

Quellen

Stand: November 2026