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Weihnachten mit Hund und Katze

Pflanzen, Plätzchen, Lametta und viel Besuch: An Weihnachten gibt es für Hunde und Katzen mehr Gefahren als sonst. Hier steht, was wirklich giftig ist und was nur einen schlechten Ruf hat.

Kurz gesagt

Giftig sind an Weihnachten vor allem Schokolade, Stollen mit Rosinen, Christrose, Amaryllis und Mistel; Lilien im Blumenstrauß sind für Katzen lebensgefährlich. Der Weihnachtsstern ist weniger gefährlich als sein Ruf, gehört aber trotzdem außer Reichweite. Lametta und Geschenkband sind vor allem für Katzen gefährlich, weil sie den Darm verletzen können. Hat dein Tier etwas Giftiges gefressen, ruf sofort die Tierarztpraxis oder den Notdienst an.

Pflanzen: was giftig ist

  • Christrose: giftig für Hund und Katze, sie enthält herzwirksame Stoffe (ASPCA, Pet Poison Helpline).
  • Amaryllis (Ritterstern): giftig, am stärksten die Zwiebel (ASPCA).
  • Mistel: giftig (ASPCA); die Europäische Mistel gilt laut Pet Poison Helpline als sogar bedenklicher.
  • Stechpalme und Efeu: giftig, meist mit Speicheln, Erbrechen und Durchfall (ASPCA, Pet Poison Helpline).
  • Weihnachtsstern: giftig, meist aber nur mit leichten Beschwerden (ASPCA, Pet Poison Helpline). Bei Katzen hält Cornell eine größere Menge sogar für möglicherweise tödlich.
  • Lilien im Blumenstrauß: für Katzen lebensgefährlich, schon etwas Blütenstaub kann die Nieren schädigen (Pet Poison Helpline, Cornell).
  • Weihnachtskaktus: nicht giftig (ASPCA), kann aber Erbrechen und Durchfall machen (Pet Poison Helpline).

Plätzchen, Stollen und Festtagsbraten

  • Schokolade ist giftig, Kakaopulver und Zartbitter am stärksten (ASPCA).
  • Stollen und Früchtebrot enthalten Rosinen, die ein Nierenversagen auslösen können; mit Rum kommt Alkohol dazu (Pet Poison Helpline).
  • Zuckerfreies Gebäck kann Xylit enthalten, und das ist für Hunde giftig (ASPCA).
  • Muskat ist in großen Mengen giftig; die Prise im Gebäck macht laut Pet Poison Helpline sehr wahrscheinlich keine schwere Vergiftung, höchstens leichte Magenbeschwerden.
  • Fettige Bratenreste, Haut und Soße können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen (Pet Poison Helpline). Gegarte Knochen und Füllung mit Zwiebeln nie geben.
  • Ein kleines Stück Putenfleisch ohne Knochen ist laut ASPCA in Ordnung, am besten ohne Haut und Fett.

Lametta, Geschenkband und Deko

  • Lametta und Geschenkband: Vor allem Katzen, aber auch Hunde verschlucken sie leicht. Der Darm zieht sich daran zusammen, der Faden kann die Darmwand durchscheuern; meist muss operiert werden (Pet Poison Helpline, Merck, International Cat Care). Häng Lametta lieber gar nicht auf und räum Band nach dem Auspacken weg.
  • Schaut ein Faden aus dem Maul, zieh nie daran, sondern fahr in die Praxis (Merck).
  • Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen (ASPCA); Katzen verbrennen sich leicht beim Spielen mit der Flamme (Cornell).
  • Batterien: Eine angebissene Batterie kann Maul und Speiseröhre verätzen. Lös kein Erbrechen aus und fahr sofort in die Praxis (ASPCA, Pet Poison Helpline).
  • Lichterketten und Kabel: Wer daran kaut, riskiert einen Stromschlag (ASPCA).
  • Glaskugeln: Scherben verletzen Maul und Darm (ASPCA). Häng unten nur Bruchfestes auf (Cornell).
  • Salzteig-Anhänger sind auch getrocknet gefährlich, weil das Salz den Mineralhaushalt durcheinanderbringt (ASPCA).
  • Schneekugeln können Frostschutzmittel (Ethylenglykol) enthalten (ASPCA).
  • Flüssiges Potpourri und Duftöle: Katzen sind besonders empfindlich, es kann Maul und Speiseröhre verätzen (Pet Poison Helpline, Cornell).

Der Weihnachtsbaum

Stell den Baum kippsicher auf (ASPCA). Tannennadeln sind kaum giftig (Katzen reagieren empfindlich auf ihre Öle), verdauen aber schlecht und können den Darm verletzen (Pet Poison Helpline).

Das Wasser im Ständer ist laut ASPCA eine Brutstätte für Bakterien. Nimm laut Cornell nur klares Wasser ohne Zusätze und deck den Ständer ab.

Besuch und Trubel

  • Gib deinem Tier einen ruhigen Rückzugsort (ASPCA, Cornell).
  • Bitte Gäste, nichts zu füttern und Medikamente und Handtaschen wegzuräumen (ASPCA, Pet Poison Helpline).
  • Katzen schlüpfen bei viel Besuch leicht durch die offene Tür (Cornell).
  • Verschließ den Müll mit Knochen und Resten sicher (ASPCA).

Im Notfall

Hat dein Tier etwas Giftiges gefressen, ruf sofort deine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an, auch wenn es noch munter wirkt. Lös kein Erbrechen aus, außer die Tierärztin rät dazu.

Schau schon vor den Feiertagen nach, welche Praxis in deiner Nähe Notdienst hat.

Häufige Fragen

Ist der Weihnachtsstern für Katzen giftig?

Ja, laut ASPCA. Meist bleibt es bei Speicheln und Erbrechen, Cornell hält eine größere Menge aber für möglicherweise tödlich. Stell ihn außer Reichweite.

Ist Lametta gefährlich für Katzen?

Ja. Der Darm zieht sich an verschlucktem Lametta zusammen, der Faden kann ihn verletzen (Pet Poison Helpline, Merck). Zieh nie an einem Faden, der aus dem Maul schaut, sondern fahr in die Praxis.

Dürfen Hunde Plätzchen essen?

Besser nicht. Fett, Zucker und Gewürze tun ihnen nicht gut (ASPCA), und manche Plätzchen enthalten Schokolade, Rosinen, Macadamianüsse oder Xylit – die sind giftig.

Ist das Wasser vom Weihnachtsbaum giftig?

Es ist eine Brutstätte für Bakterien (ASPCA); auch mit Frischhaltemitteln macht es meist nur leichtes Erbrechen und Durchfall (Pet Poison Helpline). Deck den Ständer ab und nimm nur klares Wasser.

Quellen

Stand: Oktober 2026